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Nach unserer Dorfchronik ist Oberelbert erstmals 1436 namentlich als Ober Elewart genannt. Damals waren die Herren von Helfenstein Inhaber der Grundherrschaft von Ober Elewart. In einem Abschnitt des 30- jährigen Krieges; etwa 1630 - 1636 (Schwedischer Krieg) wurde Oberelbert total zerstört. Ab 1642 begannen langsam der Wiederaufbau und die Neubesiedelung. Die zweite grosse Katastrophe erlebte Oberelbert am 12. September 1811, als das Dorf bis auf 6 kleine Häuser abbrannte. Die Ursache des Grossbrandes war nicht, wie fälschlicher Weise lange Zeit angenommen, eine ausgeklopfte Tabakpfeife, sondern eine Selbstentzündung von feucht eingelagertem Heu. Der Brand breitete sich so schnell aus, dass die Einwohner ausser ihren Familien nur noch das in den Ställen befindliche Vieh zu retten versuchten.

Dem Feuer fielen damals zum Opfer:

    eine 70- jährige Frau
    43 Häuser und Ställe
    24 Scheunen
    die Kirche
    1 Rind
    8 Schweine

Dem damaligen Amtmann von Montabaur, Arnold von Sachs, ist es zu verdanken, dass den geschädigten Einwohnern durch seine Eingabe bei der Regierung in Ehrenbreitstein schnell geholfen wurde. Zum zweiten Male in seiner Geschichte hatte das Dorf nach seiner Vernichtung im 30- jährigen Krieg einen schweren Schicksalsschlag erlebt, der sich in dieser oder ähnlicher Form bis heute nicht wiederholte.

Die preußische Feuerpolizei vom 25. Juli 1882 machte es jeder Gemeinde zur Auflage eine Feuerwehr einzurichten. Alle männlichen Einwohner vom 21. - 50. Lebensjahr waren zum Eintritt verpflichtet, so auch in Oberelbert. Josef Dommermuth I. übernahm 1922 die Aufgabe des Wehrführers, nachdem er schon 1 Jahre Erfahrung in der Wehr gesammelt hatte. Er führte die Wehr bis 1947 und wurde von der Gemeinde mit einer Urkunde für seine 25- jährige Tätigkeit belohnt.

Als nächster Wehrführer wurde Johann Merz von der Gemeinde ernannt. In seine Zeit fiel der letzte grosse Brand, den die Pflichtfeuerwehr zu löschen hatte. Im Winter 1953/54 brannte auf dem Anwesen von Johann Balmert in der Waldstrasse ein Stall mit angegliedertem Heu und Strohschober. Es verbrannten ein Schwein und zwei Ziegen sowie der gesamte Heu- und Strohvorrat. Nach dem Tod von Johann Merz 1959 übernahm Heinz Keul die Leitung der Pflichtfeuerwehr. Er war, bevor er nach Oberelbert heiratete, schon lange aktiv in der freiwilligen Feuerwehr Niederelbert. Seit dem Jahr 1950 waren nur noch wenige Wehrpflichtige Männer tagsüber im Dorf, die meisten waren Pendler zu auswärtigen Arbeitsstellen. Die Pflichtfeuerwehr mit ihren veralteten Gerätschaften konnten den Brandschutz nicht mehr gewährleisten. Wie die damalige Brandschutzausrüstung beschaffen war, konnte man bis 1962 in dem alten Spritzenhaus sehen. Sie bestand im Wesentlichen aus: Ledereimern, Brandhaken einer Handspritze, einer Holzleiter und Gummischläuchen.

Aus dieser Situation heraus wurde unter sachkundiger Beratung von Kreisfeuerwehrinspektor Walter Ortseifen und Oberbrandmeister Werner Hammer (Freiwillige Feuerwehr Ransbach-Baumbach) eine freiwillige Feuerwehr für Oberelbert beschlossen. Am 14. Oktober 1961 fand die konstituierende Sitzung in der Gaststätte von Laurentius Spitzhorn statt. 21 Dorfbewohner waren der Einladung gefolgt. Werner Hammer informierte in einer kurzen Ansprache über Aufbau und Ausrüstung einer freiwilligen Wehr. 19 Männer gründeten an diesem Abend die Freiwillige Feuerwehr Oberelbert.

Die sofort durchgeführte Vorstandswahl ergab folgendes Ergebnis:

    Wehrführer: Heinz Keul
    stellv. Wehrführer: Otto Jung
    Schriftführer: Herrmann Lenz
    Kassierer: Alois Berkessel

Die festgelegten Beiträge für die Mitglieder betrugen:

    Für aktive mtl. 0,30 DM.
    Für passive mtl. 0,50 DM.

Brügermeister Schönberg wurde 1. inaktives Mitglied. Der Abend klang aus unter dem Motto:

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr.“

2mannschaft_gründer
Männer der ersten Stunde

Oberelbert hatte also nun eine freiwillige Feuerwehr. Von der ersten freiwilligen Wehr in Durlad 1846 über die erste dieser Art im Westerwald in Montabaur 1874 bis zum übergang der Pflichtfeuerwehr zu einer freiwilligen Feuerwehr in Oberelbert vergingen 115 Jahre. Als erstes mussten die Finanzen für die Ausrüstung beschafft werden. Den ersten Grundstock legte die Gemeinde mit 2.200,00 DM für die Uniformen. Bereits am 21. Januar 1962 wurde im Saal von Laurentius Spitzhorn der erste Maskenball veranstaltet. Ein Reinerlös von 320,90 DM war zu dieser Zeit ein grosser Erfolg. Die Jahre bis 1964 waren ausgefüllt mit dem Ausbau der Wehr, vielen Übungen, Besuch von Feuerwehrfesten und der Beschaffung der nötigen finanziellen Mittel.

Am 21.06.1962 wurde die Wehr zum ersten Mal alarmiert . Herr Johann Stahlhofen war bis zum Abend von einem Spaziergang nicht zurückgekommen. Er wurde entkräftet im Wald gefunden.

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1963 wurde der Beschluss gefasst im Jahr 1964 ein Gründungsfest zu veranstalten. Dem damaligen Ortsbürgermeister Heinrich Schönberg war es ein grosses Anliegen eine schlagkräftige Feuerwehr im Ort zu haben. So übernahm er auch den Vorsitz im Festausschuss.

Die weiteren Mitglieder waren:

    Herrmann Lenz
    Alois Berkessel
    Heinz Keul
    Johann Balmert
    Alfred Trum
    Peter Michels
    August Trum
    Gerhard Lippert
    Franz-Josef Jung

Bei der Dienstversammlung am 29.12.1963 im Landratsamt in Montabaur erhielt Oberelbert, Dank der geschickten Verhandlung durch den Wehrführer Heinz Keul und Geschäftsführer Hermann Lenz, den Zuschlag für den Kreisfeuerwehrtag 1964 verbunden mit dem Gründungsfest. Die Schirmherrschaft übernahm der damalige Jagdpächter Herbert Hennig, der den Verein auch finanziell kräftig unterstützte. Gefeiert wurde vom 30.05. -01.06.1964. Das 1.200 qm grosse Festzelt war an drei Tagen gut gefüllt. Die Schauübung an der Kirche und der anschliessende Festzug mit 46 Vereinen und Gruppierungen waren vorbildlich organisiert. Das Fest war für die freiwillige Feuerwehr, wie auch das damals noch kleine Dorf, ein grosser Erfolg.

Im März 1965 weihte Pfarrer Kiewert das erste Feuerwehrauto in einer kleinen Feierstunde. Es war von Herbert Hennig gestiftet worden, welcher daraufhin zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde.

Zu erwähnen wäre noch die in der Folgezeit gute Verbindung mit der Feuerwehr Röllshausen.

In den Jahren 1967/1968 wurde in Eigenleistung ein neues Gerätehaus errichtet und im Dezember 1968 feierlich eingeweiht.

1971 wurde das zehnjährige Bestehen des Vereins mit einem kleinen Fest begangen. Fritz Schmidt übernahm die Schirmherrschaft. Ebenfalls im Jahr 1971 wurde an der „neuen“ Schule eine Alarmübung mit 9 Wehren aus den umliegenden Gemeinden durchgeführt.

1973 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Werner Labonte und Herbert Breuer wurden als erste Betreuer von der Versammlung gewählt.

Am 01.01.1975 erfolgte die Neuregelung, dass die Trägerschaft der Feuerwehr an die Verbandsgemeinde Montabaur übergeht.

In den folgenden Jahren etablierten sich feste Termin. Zum Beispiel die traditionelle Wanderung am Buß und Bettag, das Grillfest am 17. Juni, der Familienabend, die Weihnachtsfeier und die überregionale Alarmübung.

Im September 1979 wurde das alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) durch ein neues ersetzt. Die offizielle Indienststellung erfolgte am 04. November in einer Feierstunde mit Verbandsbürgermeister Wilhelm Mangels, Ortsbürgermeister Oswald Weyand und Kreisfeuerwehrinspektor Werner Hammer. Die Einsegnung nahm Pfarrer Heinrich Schwickert vor.

Durch die Trägerschaft der Verbandsgemeinde Montabaur und neue gesetzlichen Reglungen wurden Ausbildungslehrgänge zur Pflicht. So wurden Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Koblenz besucht. Hier wurden die Kameraden zum Truppmann, Maschinisten, Atemschutzgeräteträger oder Sprechfunker ausgebildet.

In der Jahreshauptversammlung 1984 wurde der Festausschuss anlässlich des 25- jährigen Bestehens der freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1986 gewählt.

Der Ausschuss setzte sich wie folgt zusammen:

    Vorsitzender: Reinhold Müller
    Geschäftsführer: Gerhard Lippert
    Festkassierer: Hermann Lenz
    Beisitzer: Herbert Klinke, Ludwig Balmert, Josef Balmert, Axel Knies

Nach eingehender Information und Diskussion wurde zwecks Gründung eines gemeinnützigen Fördervereins eine neue Satzung beschlossen. Der Verein erhielt den Namen „Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Oberelbert e. V.“ Er wurde ins Vereinsregister beim Amtsgericht Montabaur eingetragen. Nun galt es die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest am 5., 6. und 7. September 1986 voranzutreiben. Es konnten namhafte Künstler für den Show Abend verpflichtet werden. Am Freitag den 5 . September startete der Kommersabend mit grossem Zapfenstreich. Im Verlauf des Abends wurden die 21 Gründungsmitglieder für ihre Treue geehrt. Zum Ehrenmitglied wurde Heinz Keul, für über 25 Jahre Wehrführer und Alois Berkessel für 25- jährige Kassierertätigkeit, ernannt. Im vollen Festzelt startete die Show Veranstaltung am Samstagabend. Mit dem internationalen Erfolgsduo Rolly Brandt/Gitta Cennet und dem holländischen Kirmesmusikantenduo erlebte das Publikum einen mitreissenden Abend. Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst im Festzelt. Mit ca. 1000 Feuerwehrleuten, den Ortsvereinen und vier Musikkapellen bewegte sich nachmittags der Festzug durch das geschmückte Dorf. Mit Musik und Tanz klang das Fest in der Nacht aus.

Nach dem gelungenen Jubiläumsfest kehrte wieder Alltag in der Wehr ein. Es wurden die jährlichen Heumessungen durchgeführt, Strassen für den Fastnachtszug abgesperrt, der Martinszug begleitet sowie Überschwemmungen an der Kreisstrasse beseitigt. Immer wieder wurde die Wehr zu kleineren und grossen Brandeinsätzen gerufen. Unsere Wehr zählte zu dieser Zeit 21 aktive und 100 inaktive Mitglieder. Am 6. September 1991 wurde unser Wehrführer Heinz Keul in einer Feier zu seinem 60. Geburtstag von dem aktiven Feuerwehrkameraden als Wehrführer feierlich verabschiedet. Heinz Keul, der 1961 die Feuerwehr Oberelbert mit gründet hatte, konnte nun auf 40 Jahre als aktiver Feuerwehrmann zurükschauen. Er führte 30 Jahre die Feuerwehr Oberelbert. Für seine besonderen Verdienste im Feuerwehrwesen wurde ihm das silberne Feuerwehrabzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Als neuer Wehrführer wurde Raimund Balmert kommissarisch ernannt. Aus diesem Amt schied er 1994 aus beruflichen Gründen wieder aus. Zum Nachfolger wurde Detlef Krekel von der Mannschaft einstimmig gewählt und von der Verbandsgemeinde Montabaur als Wehrführer eingesetzt.

1997 stellte sich Heinz Keul nicht mehr zur Wahl als 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Oberelbert zur Verfügung. Der neugewählte Vorsitzende Detlef Krekel dankte Heinz Keul fr die in fast 40 Jahren geleistete Arbeit. Heinz Keul wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Am 28.09.1999 wurde die Tragkraftspritze in einer kleinen Feierstunde in Dienst gestellt und löste damit die alte Pumpe nach fast 40 Jahren treuer Dienste ab.

Das 40-jähirge Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Oberelbert sollte in einem kleinen aber würdigen Rahmen begangen werden. Daraus entstand jedoch ein Fest mittlerer Grösse. Gefeiert wurde am 7. und 8. Juli 2001 in der Stelzenbachhalle.

Im Jahre 2004 begann nach einiger Planungszeit am 5. Juni der Bau des neuen Gerätehauses mit dem Abriss des in die Jahre gekommenen alten Backes. Mühevoll wurde das Haus, zum grössten Teil in Eigenleistung, von den Kameraden über einen Zeitraum von 2,5 Jahren und mehr als 3400 Arbeitsstunden errichtet. Zusammen mit dem neuen TSF, welches im November des Vorjahres schon ausgeliefert wurde, fand am 17. und 18. Mai 2008 die Einweihung und Segnung des Gerätehauses statt.

Trotz der grossen Freunde über das neue Gerätehaus, sollte das alte Backes nicht in Vergessenheit  geraten. Daraus entstand der Gedanke ein Backesfest zu feiern, welches am 17.05.2009 zum ersten mal statt fand. Auf Grund von gutem Essen und selbst gebackenem Brot war die Resonanz der Dorfbevölkerung so gross, sodass dieses Fest nun zum festen Terminplan der Feuerwehr gehört.

Neben der Unterstützung bei kulturellen Veranstaltungen in Oberelbert steht die Feuerwehr in erster Linie ihren Mitmenschen bis heute bei allen Notsituationen, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahre ehrenamtlich zur Seite.

Getreu dem Motto.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr.